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Ausgewählte Filme immer am letzten Dienstag des Monats jeweils um 17.30 und 20 Uhr, sowie am darauf folgenden Sonntag um 11 Uhr.
Zwei Ehepaare, Penelope und Michael respektive Nancy und Alan, stehen sich als Gastgeber und Gäste gegenüber. Penelope und Michaels Sohn hat bei einer Schlägerei zwei Zähne eingebüßt und Nancy und Alans Jungen als Täter genannt. Jetzt will man sich aussprechen, entschuldigen beziehungsweise verzeihen, über alles reden. Zunächst geht es noch gesittet zu, der gemütliche Michael reicht die Hand zur Versöhnung. Da eskaliert die Lage. Die beiden Parteien beginnen sich aufs Schlimmste zu beharken.
Verfilmung des gleichermaßen populären wie erfolgreichen Theaterstücks "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza, die einen scharfsinnigen Blick hinter die Kulissen der Bürgerlichkeit wirft. Die französische Theaterautorin hat gemeinsam mit Regisseur Roman Polanski die Drehbuchadaption übernommen, den Schauplatz vom gutbürgerlichen Paris nach Brooklyn versetzt. Neben den groß aufspielenden Stars Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly besticht das Szenenbild von Dean Tavoularis ("Der Pate").
1962 kehrt die junge Skeeter von ihrem Collegestudium zurück in ihre Südstaaten-Heimatstadt. Ihre alten Freundinnen haben viel Freizeit. Denn ihre Babys und Haushalte werden von farbigen Hausangestellten versorgt. Als eine von ihnen ein Gesetz einbringen will, dass Schwarze separate Toiletten benutzen sollen, ist Skeeter dermaßen schockiert, dass sie beschließt, die Hausmädchen in ihrer Umgebung zu interviewen, um ihre Seite zu dokumentieren. Zunächst fällt es ihr schwer, das Eis zu brechen, doch letztlich erhält sie die volle Unterstützung von Aibileen und Minny.
Bewegende Bestseller-Verfilmung um ein Stück beschämende US-Geschichte mit viel Herz und einigem Humor und einem fabelhaften Darstellerinnentrio. Mit der gewinnenden Mischung aus übergreifender Sozialkritik und feinfühligem persönlichem Drama eroberte "The Help" bereits ein großes Publikum in den USA.
The Help wurde im Januar 2012 mit einem Golden Globes ausgezeichnet: Der Nebendarsteller-Preis ging an Octavia Spencer für ihre Rolle als schwarzes Hausmädchen.
Es läuft nicht gerade rund für den Personalmanager der größten Bäckerei Israels. Seine Frau hat ihn verlassen, die Tochter ist von ihm enttäuscht, die Besitzerin des Unternehmens ist mit seiner Arbeit unzufrieden, und eine Boulevardzeitung klagt ihn an, eine rumänische Angestellte, die bei einem Selbstmordattentat in Jerusalem ums Leben kam, anonym im Leichenhaus liegen zu lassen. Um das Firmenimage aufzubessern, soll er den Leichnam nach Rumänien begleiten und für eine ehrenvolle Bestattung im Kreis der Familie sorgen. Ihn erwarten Schwierigkeiten ohne Ende.
Eran Riklis lässt in seinem tragikomischen Roadmovie den namenlosen Titelhelden eine Odyssee durch ein fremdes Land, in dem nichts funktioniert, Korruption, Anarchie und Lethargie herrschen, durchleben. Nach A. B. Yehoshuas Roman erzählt er nach "Die syrische Braut" und "Lemon Tree" erneut vom Überschreiten von Grenzen, den emotionalen, nationalen, politischen und persönlichen. Die Tragik des mit fünf Ophrirs ausgezeichneten Films und die Traurigkeit seiner Hauptfigur kontrastiert er immer wieder mit urkomischen Szenen, trockenem Humor und einer kaum vorstellbaren Absurdität.
er arbeitslose und frisch aus dem Knast entlassene Driss bewirbt sich pro forma als Pfleger beim querschnittsgelähmten reichen Erbe Philippe, um den Stempel für die Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Gegen jede Vernunft engagiert ihn der reiche Aristokrat, weil er spürt, dass dieser farbige Junge aus der Banlieue ihm nicht mit Mitleid begegnet. Statt mit dem Behindertenauto düsen die beiden bald mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints, laden schon mal zu einer Orgie ein. Beide respektieren sich, und Philippe gewinnt neue Kraft für das, was ihm vom Leben bleibt.
Kein kitschiges Behindertenmärchen, sondern eine Reflexion darüber, was es heißt, nicht mehr die Kontrolle über den Körper zu haben und von der Hilfe anderer abhängig zu sein, sich gegen Mitleid wehren zu müssen. Von einer wahren Geschichte inspiriert, erzählt die Tragikomödie mit viel (Galgen-)Humor, aber auch mit Ernsthaftigkeit und ohne Larmoyanz, Pathos oder einen falschen Ton von einer Freundschaft, die zwei Menschen das Überleben ermöglicht. Auch eine soziale Metapher auf das alten in Privilegien verhaftete Frankreich und das neue und vitale, das in Zukunft auf junge Einwanderer baut.
Die Wahl eines neuen Papstes steht an. Von der Sixtinischen Kapelle steigt weißer Rauch auf. Man hat sich entschieden. Doch der designierte neue Papst hadert mit seiner schweren Aufgabe, hat Angst. Statt sich dem Volk auf dem Petersplatz zu zeigen, streift er durch die Straßen. Er spricht mit einem Therapeuten. Er will nicht Papst werden und dankt nach Tagen ab, Tagen, in denen der Vatikan mit Strategiedebatten und Presse zu kämpfen hat.
Zwischen Drama und Komödie siedelt Nanni Moretti seinen Papstfilm an, der in Italien heiß diskutiert wurde und zu einem Publikumsrenner avancierte. Der renommierte italienische Filmemacher zeigt den Würdenträger als Menschen und die aberwitzige, bürokratische Maschinerie hinter der Papstwahl und Vatikan an sich. Moretti, der selbst in die Rolle des Therapeuten geschlüpft ist, gewann Michel Piccoli für die Rolle des Papstes.
Der Junge Cyril wird von seinem Vater in einem Kinderheim abgegeben - nur vorübergehend sagt der Vater. Bei der Friseuse Samantha findet Cyril zumindest fürs Wochenende ein richtiges Zuhause. Doch nichts ist ihm wichtiger, als seinen Vater wiederzufinden.
Die belgischen Filmemacher-Brüder Jean-Luc und Pierre Dardenne sind nicht nur regelmäßige Gäste beim Festival de Cannes, sondern auch sehr erfolgreiche. Für "Rosetta" und "L'enfant" wurden sie mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Auch ihr neuestes Drama, das sie mit komischen Untertönen aufgelockert haben, konzentriert sich auf eine (Eltern-Kind-)Beziehung. Mit Cécile de France haben sie erstmals einen veritablen Star besetzt, die eigentliche Haupt- und Titelrolle spielt aber der junge Thomas Doret.
Einziges Kino mit digitaler 3D-Technik zwischen Nürnberg & München (20 Bundesweit)